FC Luzern-Innerschweiz AG
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10 FC St. Gallen 4
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News

Spielbericht FC Utrecht - FC Luzern 1:0 (0:0)

Im ersten europäischen Auftritt seit dreizehn Jahren verliert der FC Luzern gegen den FC Utrecht knapp mit 0:1. Knapp einerseits, aber sicher ist der Sieg der Holländer alles andere als gestohlen. Martins gelang nach 36 Minuten durch eine feine Einzelleistung den Treffer des Tages. Rolf Fringer zeigte sich nach dem Schlusspfiff vor 12`100 Zuschauern im schmucken Stadion Galgenwaard zufrieden und schwärmte regelrecht von der unglaublichen Unterstützung der gegen 700 Luzerner, die mitgereist waren und die Ihrigen auf schlichtweg sensationelle Weise den Support erwiesen. Weniger Gefallen fand er am Auftritt seiner Elf im ersten Umgang. „Wir sind klar zu offen aufgetreten und Utrecht hat dies clever ausgenützt.“ Nach der taktischen Justierung zur Spielmitte waren die Leuchten dem starken Gegner fast ebenbürtig. Insbesondere für den aufopferungsvollen Schlussspurt war Rolf Fringer voll des Lobes: „Wir haben nicht den Rückstand verwaltet, sondern unsere Möglichkeiten zum Anschluss gesucht.“ Das Fazit fällt aber unter dem Strich zufriedenstellend aus, meinte auch Leuchten-Präsident Walter Stierli: „In Zürich ist mit unseren unglaublichen Fans im Rücken alles möglich.“ Einfach wird das Rückspiel aber gegen einen starken und in allen Reihen ausgewogenen Gegner sicher nicht.

 

 

Lustenbergers Auftaktmöglichkeit

Lange lief die Uhr im Stadion zum Henkersplatz noch nicht. Die Einheimischen zeigten gegenüber dem Gast aus der Innerschweiz Respekt und plötzlich sah sich Claudio Lustenberger nahezu alleine vor Ersatzkeeper Sinouh. „Das wäre es gewesen“, trauerte der ins Mittelfeld vorgezogene Aussenverteidiger noch lange seiner Möglichkeit nach. Je länger das Duell um die nächste Qualifikationsrunde für die Europa League dauerte, desto mehr nahmen die robusten Utrechter das Zepter in die eigenen Hände. Gleichzeitig ermöglichten die Luzerner mit den offenbarten Räumen auch das Erstarken der Holländer, denen Rolf Fringer eine homogene Mannschaft attestierte und vorallem deren Spielauslösung lobte: „Sie verstehen es ausgezeichnet, den Ball clever von hinten hinaus zu lancieren.“

 

Mertens Antritt brachte die Entscheidung

Obwohl der stark agierende Dave Zibung seinen Kasten über eine halbe Stunde schadlos halten konnte, war der ganz in grün eingekleidete Keeper in der 36. Minute machtlos. Dries Mertens überrannte mit seinem brachialen Auftritt durch die Mitte schlichtweg die ganze Luzerner Defensivabteilung und vollendete souverän. „Danach hätten wir uns nicht beklagen können, wenn Utrecht auch noch ein weiteres Tor geschossen“, analysierte Rolf Fringer präzise. In der Tat vergaben Mulenga, Mertens & Co noch weitere Möglichkeiten. Entweder hatte aber Zibung etwas dagegegen oder die Einheimischen operierten zu umständlich.

 

Umstellung brachte die Wende

Der letztjährige Tabellensiebte in der Ehrendivision stand nach dem Pausentee schon lange wieder bereit, als Rolf Fringer seine Equipe immer noch auf den zweiten Umgang einstimmte. Die Gardinenpredigt in Katakomben verfehlte die Wirkung jedenfalls nicht und ab da an trat der FCL wesentlich kompakter auf. „Das ist nicht von der Hand zu weisen“, stellte auch Michel Renggli fest. Die Luzerner Möglichkeiten waren aber auch in der Folge nicht inflationär und auch der FCU verbuchte deutlich weniger gefährliche Szenen. Gegen Ende der Partie bäumten sich aber die Leuchten richtiggehend auf und suchten ihre Chance, den Benelux-Staat mit dem angestrebten Auswärtstor zu verlassen. Hakan Yakin scheiterte ein erstes Mal und kurz vor Schluss hatte Cristian Ianu den „Matchball“ sogar noch auf dem Fuss. Verdient wäre der Ausgleich aber rein subjektiv nicht gewesen, genommen hätte man ihn aber natürlich mit Handkuss. „In diesem Duell ist noch rein gar nichts verloren“, brachte es der angeschlagene Renggli auf den Punkt. Angeschlagen war aber nicht nur er. Für Lukmon ging es nach einer rüden Attacke mit einer Gehirnerschütterung direkt ins Spital, und auch Veskovac spürte seine gebrochene Nase mehr als ihm lieb war. Nelson Ferreira kämpfte mit einer intensiven Tomate und auch anderen forderte die umkämpfte Begegnung alles ab. „Eigentlich unglaublich, dass der Unparteiische nichts davon mitbekommen hat“, ärgerte sich Rolf Fringer, der in seinem Team zu mehrere Umstellungen gegen Xamax gezwungen ist. Aber auch diese Herausforderung werden die Blauweissen meistern.

Live-Ticker
Aktion Minute   Beschreibung 
95.  Aus und fertig - der FCL verliert knapp mit 0:1
94.  Kibebe sieht im Laufduell mit Mulenga alt aus und wieder zeigt Zibung eine sensationelle Parade!
93.  Lange kann es hier nicht mehr dauern. Yakin & Co spielen clever auf Zeit.
92.  Die Luzerner halten sich nun mit dem Ball vornehmlich in der gegnerischen Hälfte auf.
91.  Der vierte Mann zeigt die Nachspielzeit an: Noch vier Minuten heisst es jetzt dicht halten FCL!
90.  Zibung rettet in Extremnis vor gleich zwei anstürmenden Holländern.
89.  Mertens wird vom Speaker als "Man of the Match" ausgezeichnet.
88.  Noch wenige Minuten. Mit diesem Resultat liegt in Zürich alles drin!
87.  Utrecht gibt gleich die Antwort auf den Fastausgleich, vertendelt sich aber mit einer zu komplizierten Ausführung im Luzerner Strafraum.
86.  Ianu lässt nach einer starken Vorarbeit von Lustenberger vielleicht die aussichtsreiste Luzerner Möglichkeit aus.
84.  Yakins Schussversuch aus 25 Metern findet sein Ziel nicht.
Auswechsel 83.  Weitere Auswechslung im Galgenwaard. Neu ist Maguire, raus muss Silberbauer.
Auswechsel 81.  Num kommt Prager beim FCL neu ins Spiel. Gygax verlässt das Pitch.
77.  Fanger stoppt Captain Silberbauer alles andere als regelkonform, bekommt aber keine Karte. Der Freistoss fliegt gefärlich in den Fünfer und Mulenga wuchtet den Ball in den holländischen Abendhimmel.
75.  Jetzt liegt Renggli verletzt am Boden und wird mit der Trage vom Feld geführt.
Auswechsel 74.  Bei Utrecht ersetzt Nijholt den starken Lensky.
73.  Der FCL bekommt einen Freistoss zugesprochen, die Ausführung übernimmt Renggli. Leider wird das Geschoss in der holländischen Mauer abgefangen.
71.  Absolut grösste Torchance des FCL durch Yakin, der den Ball nach einer Ianu-Flanke leider nicht wunschgemäss trifft. Jetzt erwachen auch die Anhänger der Leuchten wieder!
70.  Lensky vergibt eine weiter Gelegenheit auf Seiten der Utrechter. Veskovac konnte ihn bei der Schussabgabe noch entscheidend stören.
Auswechsel 69.  Erster Wechsel beim Gegner. Wolfswinkel geht und die Nummer 10 (Oar), kommt.
68.  Der FCL kommt leicht auf und hatte eine schöne Aktion über mehrere Stationen.
65.  Yakin weist die Seinen energisch an, die Bälle einander präziser zu zuspielen.
64.  Yakin kann einen stehenden Ball aus halblinker Seite treten, der findet Fanger, doch das Leder streift haarscharf über die Lattenunterkante vom eigentlichen Ersatztorwart Sinouh, der kaum geprüft wurde in den gespielten 64 Minuten.
Auswechsel 63.  Der Verdacht hat sich bestätigt. Fanger spielt neu an der Stelle von Lukmon, der ein ernstes Problem mit seiner linken Schulter bekundet.
62.  Lukmon liegt schwer getroffen am Boden und muss intensiv gepflegt werden. Es sieht nicht gut aus, aber lassen wir mal die Ferndiagnosen dem Spezialisten Sascha Ruefer.
60.  Jetzt beginnt sich Prager intensiv einzulaufen. Die Holländer sind weiterhin die spielbestimmende Elf auf dem Platz. Der 0:1-Rückstand wäre momentan ein sehr gutes Endresultat für den FCL.
Auswechsel 58.  Zverotic ersetzt Ferreira.
56.  Jetzt wird es tumultartig. Zuerst streckt Veskovac - zwar unabsichtlich - Wolfswinkel nieder. Die Pfeife des Dänen bleibt aber stumm un nur Sekundenbruchteile folgt das Revanchefoul an Ferreira.
54.  Wunderschöne Spielverlagerung von Renngli, die in der Folge zu einem Foul am Lukmon führt. Doch der stehende Ball bringt rein gar nichts, leider.
52.  Kibebe rettet zweimal gegen Wolfswinkel, der im Vorfeld der Partie ins holländische Nationalteam berufen worden ist.
51.  Kämpferisch kann man den Spielern keinen Vorwurf machen, aber irgendwie ist der Wurm drin beim FCL.
50.  12`100 Zuschauer sind anwesend im Stadion Galgenwaard. Davon werden etwa 700 aus der schönen Innerschweiz stammen.
Gelbe Karte 49.  Ferreira sieht die erste Karte der Begegnung.
48.  Immer wieder steigt die Gefahrenstufe auf Rot, wenn ein Utrechte mit dem Ball auf die Luzerner Dreierkette stürmt. Wieder kam Mulenga zum Abschluss.
47.  Beide Mannschaften sind in unveränderten Formationen in die zweite Halbzeit gestiegen und die Holländer verzeichnen die erste gefährliche Szene.
46.  Das Spiel läuft wieder.
44.  Die Referees lassen eine Minute nachspielen. Soeben sind zwei Möven durch das Stadion geflogen, was bei Pressechef Bucher die Hoffnung nährte, der Ausgleich könnte nächstens fallen.
43.  Yakin wird am Utrechter Strafraum mustergültig von den Socken gehauen. Ein Pfiff? Nicht hier und nicht heute...
42.  Guter Schuss von Gygax, der Keeper Sinouh im letzten Moment auf die Seite fausten kann.
40.  Veskovac hat einen erneuten Schlag auf seine Maske, respektive gebrochene Nase bekommen und muss gepflegt werden. An der Seite macht sich Fanger für einen potentiellen Einsatz bereit.
37.  Während die Oranjes immer mehr Druck aufbauen, muss der FCL unten durch. Es kommt zum zweiten Eckball der Einheimischen.
Goal 36.  Völlig verdient erzielt Mertens nach einer feinen Einzelleistung die Führung für Utrecht.
35.  Jetzt müssten die Utrechter führen. Wieder überstehen die Luzerner ein Chancen-Doppelpack der Gastgeber.
33.  Der FCL bringt sich mit sogenannten Stockfehlern immer wieder selber in die Bedrouille. Zibung steht jedoch sicher auf seinem Posten und bessert die Unzulänglichkeiten seiner Vorderleute aus.
29.  Der FCL bekundet irgendwie Mühe mit dem "neuen" 3-4-3 System. Viele Löcher sind offen, welche die Holländer geschickt ausnützen mit ihrem schnellen Passspiel. Soeben verfehlte der Schuss des auffälligen Mulenga Zibungs Gehäuse um mehrere Meter.
28.  Der FCL baut nun einen nächsten Angriff sorgfältig auf. Die Holländer unterbinden diesen aber kurz vor ihrem Sechzehner.
25.  Lukmon will einen Ball ins Out passieren lassen, doch Mulenga nimmt ihm in - und das im eigenen Strafraum - ab... Nur mit viel Glück übersteht der FCL diese gefährliche , selber verschuldete Aktion.
23.  Nein, Dänemark wird in Luzern definitiv nicht zur neuen Feriendestination. Immer wieder werden die Luzerner vom Unparteiischen mit einem Pfiff gebremst und kaum liegt ein Rot-Weisser am Boden, wird wiederum auf Foul entschieden...
22.  Während den technisch versierten Utrechter kaum Fehler unterlaufen, scheinen die Blauweissen mit der Spielweise des FCU momentan ein bisschen Mühe zu bekunden.
21.  Die Utrechter kommen gleich zu zwei ausgezeichneten Möglichkeiten hintereinander. Zuerst scheitert Wuytens, dann Mulenga.
20.  Rasmussen pfeift praktisch jede Luzerner Intervention der Leuchten ab. Ein bisschen (europäische) Härte hat noch nie geschadet, auch wenn der Däne scheinbar gar nicht viel davon hält...
18.  Konter der Luzerner über Kukeli, der wird gestoppt und es gibt einen Einwurf. Lukmon gibt gleich ein Muster seines könnens ab, Lustenberger übernimmt, schiesst, aber leider weit daneben.
14.  Es kommt zu einem ersten Corner für den Gastgeber. Der ist aber etwa so gefährlich, wie ein Glas stilles Wasser.
12.  Lensky knallt einen Ball aus weit über 20 Metern in Richtung Zibung, der mehr Mühe mit dem Geschoss hat, als ihm lieb ist.
10.  Seit ein paar Minuten sind die Utrechter das bestimmende Team auf dem 12mm kurz geschnittenen Rasen, der jeden Teppich konkurrenziert.
8.  Schlichtweg der ganze Luzerner Sektor ist in Blau angereist. Ein fantastisches Bild, welches unsere Supporter abgeben. Vorallem ab der Lautstärke der Gesänge zeigen sich die meisten der einheimischen Zuschauer erstaunt!
6.  Lustenberger benützt seine Hand bei einem schnellen Luzerner Angreifer und der Däne pfeift zu Recht ab.
4.  Mittlerweile sind auch die Oranjes in der Partie angekommen. Es folgt ein Freistoss aus etwa 30 Metern gegen den FCL. Die erste Gefahr ist überstanden, Ferreira befreit beim zweiten Mal und der komische Ball, wie Renggli das Spielgerät bezeichnet, ist endgültig aus der Gefahrenzone heraus.
3.  Der ganz in grün aufspielende Zibung greift zum ersten Mal ins Geschehen ein und hält sicher.
2.  Unglaubliche Möglichkeit für Ianu, der einen Meter vor Goalie Sinouh den Ball nicht versenken kann. Im Anschluss scheitert auch Kukeli mit seinem Weitschuss. Der FCL versteckt sich wie versprochen nicht und diktiert dem Gastgeber sein Spiel auf!
1.  Die beiden Teams betreten angeführt vom dänischen Unparteiischen Rasmussen den Rasen und FCL-Captain Yakin führt mit seinem holländischen Antipoden Silberbauer das Prozedere des Wimpelaustausch durch. Das Stadion Galgenwaard in Utrecht ist gut gefüllt und die zahlreichen, wirklich blendend aufgelegten Luzerne Supporter bilden einen wesentlichen Anteil der akustischen Kulisse. Der FCL hat Anspiel, Ianu auf Yakin und los geht das europäische Abenteuer.
Statistik
FC Luzern / FC Utrecht
Ballbesitz (%) 45:55 (44:56/46:54)
Torschüsse 5:9 (3:5/2:4)
Schüsse daneben 3:7 (1:4/2:3
Eckbälle 0:3 (0:2/0:1)
Offsides 0:1 (0:1/0:0)
Fouls 24:10 (10:5/14:5)
Eusi Beste

  

Impressum

 

Daniel Frank (Text / Liveticker / Grafik / Bilder)

publiziert: 29.07.2010

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FC Luzern

Trainer

CT Rolf Fringer
AT Petar Alexandrov

Aufstellung

1   Dave Zibung (TH)
3   Lukmon
4
   Benjamin Kibebe
5
   Michel Renggli
7
   Claudio Lustenberger
10
Hakan Yakin (C)
11 Daniel Gygax
16
Cristian Ianu
17
Dusan Veskovac 
21
Nelson Ferreira Gelbe Karte
22 Burim Kukeli

Absenzen

13 Christophe Lambert (v)
26 Dejan Sorgic (v)
27 Silvan Büchli (v)

 
FC Utrecht

Trainer

CT Ton du Chatinier
AT
 Jan Wouters

Aufstellung

19 Khalid Sinouh (TH)
2   Tim Cornelisse
3
   Mihai Nesu
8
   Michael Silberbauer
9
   Ricky v. Wolfswinkel
11
Dries Mertens Goal
15 Nana Asare
17
Alje Schut
20
Jacob Lensky
24
Jacob Mulenga
29
Jan Wuytens

Legende:
Gelbe Karte Gelbe Karte Rote Karte Rote Karte
Goal Goal Auswechsel Auswechsel
Hauptsponsor
Co-Sponsoren
Ausrüster
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