| Rang | Verein | Punkte |
| 1 | FC Luzern | 14 |
| 2 | FC Basel 1893 | 13 |
| 3 | FC Sion | 12 |
| 4 | FC Thun | 11 |
| 5 | FC Zürich | 11 |
| 6 | AC Bellinzona | 11 |
| 7 | Young Boys | 8 |
| 8 | Grasshoppers | 6 |
| 9 | Xamax | 4 |
| 10 | FC St. Gallen | 4 |
| FC Luzern-Innerschweiz AG Horwerstrasse 34 6005 Luzern Tel.: 041 317 00 80 Fax: 041 317 00 99 |
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In einer attraktiven Affiche trennen sich die Young Boys und der stark aufspielende FC Luzern leistungsgerecht 1:1. „Wir haben ein Spiel gesehen, bei dem beide Mannschaften den Sieg anstrebten“, bilanzierte Rolf Fringer, der sichtlich stolz auf die Seinen war, nach dem Schlusspfiff an der Medienkonferenz. Der FCL ging durch Cristian Ianu verdient in Führung (66.) und musste den Ausgleich (76.) in der soeben angebrochenen und legendären YB-Viertelstunde durch dessen Abwehrchef Dudar hinnehmen. „Wir können mit diesem Resultat leben“, zeigte sich Berns Übungsleiter Petkovic auf der anderen Seite zufrieden.

Komplimente für den FCL
Vladimir Petkovic attestierte dem FCL bereits, zu den Topmannschaften der Liga zu gehören. Den Eindruck, welchen die Blau-Weissen an diesem bewölkten Nachmittag in der Bundeshauptstadt hinterliessen, täuschte in der Tat nicht. Hinten war auf den jederzeit sicher agierenden Dave Zibung Verlass. Die Dreierkette vor dem Keeper zeigte sich bereits erstaunlich abgeklärt, stand kompakt und das trotz der nominellen Umstellung. Insbesondere Neuzuzug Benjamin Kibebe scheint sich immer besser an die Luzerner Spielweise zu akklimatisieren und überzeugte ebenfalls. Auch im Mittelfeld konnten die Leuchten gegen die als heimstark bekannten Gelbschwarzen zu jederzeit Paroli bieten. In der Spitze rackerten Cristian Ianu und Hakan Yakin, mit dem zurückhängenden Daniel Gygax. Einzig die ineffiziente Chancenauswertung muss sich Luzerns Offensive ankreiden lassen. „Das Wichtigste ist, dass wir überhaupt zu so vielen Möglichkeiten gekommen sind“, strich Claudio Lustenberger das Positive an diesem kleinen Kritikpunkt hervor. „Wir können nicht in jedem Spiel immer gleich vier Tore erzielen“, beschwichtigte wiederum der Cheftrainer mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht, auch wenn er das natürlich sicher nicht ablehnen würde.
Ein gerechtes Remis,
doch die Berner hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn der FCL plötzlich mit zwei Toren in Front gelegen wäre nach dem Führungstreffer seines Rumänischen Torgaranten. Cristian, Ianu, Daniel Gygax und Hakan Yakin scheiterten aber immer wieder, entweder am Innenpfosten oder am ebenfalls stark haltenden Schlussmann Wölfli, der wie sein Antipode einen überzeugenden Auftritt an den Tag legte. Nach einem torlosen ersten Umgang schalteten die Berner dann einen Gang höher. Diese Phase hatte aber nur eine kurze Halbwertszeit, denn der FCL legte nach dem Startfurioso der Einheimischen ebenfalls noch eine Schippe drauf und dominierte sogar. Die Folge waren die vielen, ungenützten Chancen und schlussendlich sogar die zwischenzeitliche Führung durch Cristian Ianu. Den Luzerner Treffer leitete der bärenstarke Nelson Ferreira ein. „Am Ende hatte ich schlichtweg keine Luft mehr“, meinte der erschöpfte Berner Oberländer in den Reihen der Leuchten zum Grund seiner Auswechslung. Champions League Qualifikant YB gelang der Anschluss dann doch noch. Sutters abgefälschte Schussabgabe konnte im ersten Versuch zwar noch von Dave Zibung behändigt werden, doch Dudar drückte den Abpraller – und das definitiv nicht in Abseitsposition – über die Linie zum vielbejubelten 1:1. Ganz unverdient war die Egalisation nicht, mussten auch die Luzerner Protagonisten dem Berner Gegner zugestehen, bei dem ex-FCL Verteidiger Christoph Spycher ein ansprechendes Debüt gab. „Sicher ist das Unentschieden gerecht“, meinte Michel Renggli stellvertretend und führte weiter aus, dass man aber durchaus zufrieden die Heimreise antreten dürfe. Etwas enttäuschter zeigte sich der Bundesligarückkehrer: „Wir wollten gewinnen.“ Nur machte der sympathische Münsiger die Rechnung ohne die überzeugenden Gäste aus der Innerschweiz.
Aufrecht nach Utrecht
Eine weitere Reise steht dem FCL am Mittwoch bevor, wenn die Leuchten einen Tag darauf im Stadion Galgenwaard auf den niederländischen Europa League Vertreter FC Utrecht treffen. „Wir fahren mit viel Selbstvertrauen nach Holland“, nahm der platte Nelson Ferreira einen ersten Ausblick auf das Qualifikationsspiel der dritten Runde gegen den starken Ehrendivisionär aus dem Benelux-Land mit grosser Seefahrer Vergangenheit. Die Luzerner dürfen diese Reise in ungeschlagenem Status antreten und sind zudem in der glücklichen Lage, die nächsten beiden Meisterschaftsrunden zu Hause im Gersag austragen zu dürfen. Ohne dass der Sommer bereits vorbei ist, haben sich die Innerschweizer mit den bisherigen Auftritten und ohne dabei euphorisch zu werden, eine ausgezeichnete Ausgangslage für einen goldenen Herbst geschaffen. Wie goldig dieser ausfällt, liegt ganz in den Füssen der Fringer-Equipe.

| Aktion | Minute | Beschreibung |
|---|---|---|
| 97. | Aus, aus, aus. Der FCL holt in Bern einen verdienten Punkt! | |
| 96. | Hat denn das hier gar kein Ende? | |
| 96. | Pacar bringt Wölfli mit einem Distanzschuss in Bedrängnis. | |
| 95. | Prager kann alleine auf Wölfli losziehen, jedoch erfindet der Mann mit der Fahne eine Abseitsposition. | |
| 95. | Prager kann alleine auf Wölfli losziehen, jedoch erfindet der Mann mit der Fahne eine Abseitsposition. | |
| 94. | Pacar erhält wegen angeblichem Zeitspiel die gelbe Karte. | |
| 92. | Fünf Minuten Nachspielzeit werden angezeigt... | |
| 91. | Letzter Wechsel bei den Leuchten. Captain Yakin, gefeiert vom zahlreichen Luzerner Publikum, verlässt für Pacar den Rasen. | |
| 90. | Lulic kommz gefährlich zum Abschluss, doch Torhüter-Gott steht auf seinem Posten. | |
| 89. | Zverotic ersetzt Ferreira, der unter einem gellenden Pfeiffkonzert den Rasen verlässt. | |
| 84. | Gefährliche Yakin Freistoss, den Wölfli sicher behändigt und umgehend den Konter einleitet. | |
| 83. | Bienvenue hat nach einer Hereingabe des eingewechslten Regazzoni den Matchball auf dem Kopf. Knapp daneben... | |
| 81. | Erster Wechsel beim FCL, Prager kommt, Gygax geht. | |
| 80. | Die Young Boys verstärken den Druck nun in dieser attraktiven Partie und drängen die Leuchten hinten hinein. | |
| 76. | Dudar erzielt nach einem Sutter Schuss den 1:1 Ausgleich, steht dabei aber vermutlich im Abseits. Die TV-Bilder werden es zeigen. | |
| 75. | Lustenberger sieht die erste gelbe Karte der Partie. | |
| 72. | Raimondi ersetzt Jemal in den Reihen der Mutzen. | |
| 71. | Der FCL vergibt gleich zwei Möglichkeiten innert Sekundenbruchteile. | |
| 68. | Nach langem Blablabla verkündet der Berner Speaker die Zuschauerzahl: 22`590 Zuschauer haben sich im Nationalstadion eingefunden und wurden soeben Zeugen der Luzerner Führung. | |
| 66. | Toooooooooooooooooooor, endlich Tor für Luzern. Nach einer Ferreira-Flanke trifft Ianu mit dem Kopf zum 1:0 für die Leuchtenstädter. | |
| 64. | Nächste Grosschance für die Leuchten, Ianu verzieht aus spitzem Winkel. | |
| 63. | Jetzt verschiesst Gygax alleine und nur zwei Meter vor Wölfli... Die Führung wäre mittlerweile sicher nicht unverdient, wobei auch die Gastgeber Möglichkeiten haben. | |
| 62. | Ferreira, einer der besten Akteure auf dem künstlichen Grün, zwingt Wölfli mit seinem Weitschuss zu einer schönen Parade. | |
| 60. | Doppelwechsel bei YB: Neu im Spiel sind Regazzoni und Lulic - vom Feld gehen Schneuwly und Costanzo. | |
| 58. | Die Ecke bringt jedoch nicht den erhofften Erfolg. | |
| 57. | Nun geht das Spiel hin und her. Nächster Corner für den FCL. | |
| 55. | Jetzt müsste der FCL führen... Ianu kann alleine auf den YB-Keeper laufen, der passt - anstatt direkt zu schiessen - auf Gygax und der vergibt in der Folge. | |
| 54. | Weite Flanke von rechts durch den starken Ferreira, Gygax köpfelt, und jetzt muss Wölfli in Extremnis klären. | |
| 52. | Wieder zelebrieren die Luzerner einen herrlichen Angriff über mehere Stationen, orchestriert natürlich von Magic-Haki. Nur knapp scheitert Ianu in der Mitte nach der zu kurz geratenen Flanke von Gygax. | |
| 51. | Nch einem schönen Angriff kann nun auch der FCL seinen ersten Eckball treten. | |
| 49. | YB hat das Spieldiktat nun vehement in die Hand genommen und powert nach vorne. | |
| 47. | Degen fällt im Luzerner Strafraum, nur hat jeder im Stadion gesehen, dass es kein Foul von Kibebe war! | |
| 46. | Weiter geht es in Bern, der FCL beginnt in der gleichen Formation. | |
| 45. | Circhetta beendet die erste Halbzeit praktisch auf die Sekunde genau. Immer noch steht es unentschieden 0:0 im Berner Stade de Suisse. | |
| 44. | Herrliches Tunnel von Yakin durch Spycher. | |
| 43. | Nach einen Bogenball durch Berns unmittelbare Gefahrenzone versucht sich der vorgerückte Lustenberger mit einer Volley-Abnahme. Dudar kann den Luzerner nicht regelkonform stoppen, ein Pfiff darf man aber heute dafür nicht erwarten. | |
| 41. | Nächste Möglichkeit für YB, wieder war es Schneuwly (Kopfball), der Zibung prüfte. | |
| 39. | Wieder müssen sich die Luzerner bei Goalie Zibung bedanken, der gegen Schneuwly Sieger bleibt und sein ganzes Können bei dieser Szene aufrufen muss. | |
| 36. | Gefährliche Distanz heisst es nun vor dem Berner 16-er. Yakin läuft an, Wölfli ist nervös und zappelt umher. Es kommt zum Schuss, das Publikum kreischt - jedoch vergebens. Es fehlte aber nur ganz, ganz wenig und der FCL hätte die Führung übernommen. | |
| 33. | Lukmon unterlüft ein weiteres Mal einan Ball, Bienvenue setzt sich durch und Zibung rettet mirakulös. | |
| 31. | Jetzt liegt Yakin nach einem Recontre vom Spycher am Boden. Die Nummer 10 kommt aber nach kurzer Pflege wieder zurück. Komischerweise erkannte der Referee in dieser Aktion des ex-Luzerners kein Foul... | |
| 28. | Gewaltiges Abschlusspech bei den Leuchten! Nach einem 25-Meter Geschoss von Yakin prallt das Leder vom Innenpfosten wieder zurück. Dem YB-Schlussmann blieb nur noch das Staunen wegen des Knallers vom genialen Linkfuss. | |
| 26. | Nach einem langen Renggli-Freistoss fälscht Jemal den Ball mit dem Kopf für Wölfli gefährlich ab. Der Natikeeper hat aber keine Probleme mit dem "freundlichen Feuer". | |
| 20. | Bei bevölktem Himmel und angenehmen 19°C Celsius hat sie Intensität der Startphase minim abgenommen. | |
| 15. | Bislang die beste Gelegenheit für den FC Luzern. Lustenbergers Flanke wird brandgefährlich von Ianu abgefälscht. Das Spielgerät bleibt jedoch bei Wölfli hängen. | |
| 14. | Schneuwly passt steil auf Doubaï, der Schiedsrichter pfeift Abseits und der Berner trifft via Pfosten zum vermeintlichen 1:0. Die fällige Karte bleibt aber in der Brust des Unparteiischen stecken. | |
| 13. | Bienvenue verpasst eine Hereingabe nur knapp im Luterner Fünfer. Schlussendlich zischt die Flanke an Freund und Feind vorbei - zum Glück für die Gäste aus der Innerschweiz. | |
| 11. | Erster Eckball der Partie. Costanzo prüft Zibung und der wehrt zum Corner. | |
| 10. | Der FCL agiert heute nur mit drei Verteidigern (Wiss, Kibebe und Lukmon). Das Mittelfeld besteht aus einer Viererkette und etwas davor zieht Gygax seine Kreise. In der Sturmspitze hat Fringer Yakin und Ianu aufgestellt. | |
| 8. | Jamal schubst Yakin um und der Ausnahmekönner tritt den Freistoss gleich selber. Der Ball senkt sich, Lustenberger kommt mit dem Kopf an den Ball, uiiiiiii - um eines Haaresbreite verfehlt der Abschlussversuch Wölflis Kasten. | |
| 4. | Sutter kommt im Luzerner Strafraum zum Abschluss, Zibung ist aber auf seinem Posten und klärt. | |
| 2. | Der FCL ist zu Beginn die spielbestimmende Mannschaft, demzufolge findet die Partie mehrheitlich in der Hälfte von Gelbschwarz statt. Die Luzerner spielen sogar Pressing, was die Gastgeber ziemlich verwundert. | |
| 1. | Die beiden Teams betreten unter der Führung von Schiedsrichter Circhetta den neuen Kunstrasen im Stade de Suisse. Die Platzwahl wird unter den beiden Freunden Yakin und Wölfli bestritten. Der FCL-Spielmacher setzt auf Zahl und bekommt den Anstoss. Ianu auf Yakin, das Spiel hat begonnen. |
| FC Luzern / Young Boys | |
| Ballbesitz (%) | 50:50 (49:51/51:49) |
| Torschüsse | 6:8 (2:4/4:4) |
| Schüsse daneben | 5:10 (3:4/2:6) |
| Eckbälle | 2:5 (0:2/2:3) |
| Offsides | 1:5 (0:3/1:2) |
| Fouls | 17:11 (12:5/5:6) |

Daniel Frank (Text & Grafik) / Roland Spychiger (Statistik) / Amade Fries & Sandro Stutz (Fotos)


Trainer
CT Rolf Fringer
AT Petar Alexandrov
Aufstellung
1 Dave Zibung (TH)
3 Lukmon
4 Benjamin Kibebe
5 Michel Renggli
7 C. Lustenberger ![]()
10 Hakan Yakin (C)
11 Daniel Gygax
16 Cristian Ianu ![]()
21 Nelson Ferreira
22 Burim Kukeli
24 Alain Wiss
Absenzen
13 Christophe Lambert (v)
17 Dusan Veskovac (v)
26 Dejan Sorgic (v)
27 Silvan Büchli (v)

Trainer
CT Vladimir Petkovic
AT Erminio Piserchia
Aufstellung
1 Marco Wölfli (TH/C)
5 Emiliano Dudar ![]()
7 Scott Sutter
9 Marco Schneuwly
10 Moreno Costanzo
11 Thierry Doubaï
15 Henry Bienvenu
17 Christoph Spycher
20 François Affolter
21 David Degen
25 Ammar Jemal
Absenzen
6 Hassan Lingani (v)
22 Xavier Hochstrasser (g)
24 Emmanuel Mayuka (v)
30 Pascal Doubaï (v)
31 Dario Dussin (v)
33 Sven Zimmermann (a)
